Keine Dystopie. Aber.

by Jonathan

Mit GRM legt Sibylle Berg einen Roman vor, der einen Blick auf eine nicht sehr ferne Zukunft in Großbritannien irgendwann nach dem Brexit wirft und die Gemüter von jungen, abgehängten Menschen einfängt. Diese setzen sich mit einer Welt auseinander, die durch einen entfesselten Liberalismus/ Kapitalismus in Verbindung mit einer lückenlosen digitalen Erfassung und Verarbeitung menschlichen Handelns gekennzeichnet ist. Grundeinkommen gegen Totalüberwachung und immer mehr Menschen, die keine Funktion mehr in der Gesellschaft haben, während die KI ein Eigenleben zu entwickeln scheint.

Der Roman ist hart (Untertitel: „Brainfuck“) und zärtlich zugleich und setzt gegenwärtige Konsummuster in eine interessante Perspektive, indem diese extrapoliert werden. In jedem Fall eine gewinnbringende Lektüre! Weitere Rezensionen hier und hier. Homepage der Autorin hier (von dort stammt auch das Bild).